Als Stipendiat/in im Horizonte-Programm erhalten Sie eine dreijährige Förderung. Sie besteht aus einer ideellen und aus einer finanziellen Unterstützung.

1. Ideelle Förderung

Unter der ideellen Förderung ist ein Bildungsprogramm mit vielfältigen Veranstaltungen zu verstehen. Durch die Lernwerkstätten und das Kernseminar können Sie sich relevante Kenntnisse und Kompetenzen für die pädagogische Praxis aneignen. Beim Einführungsseminar und den jährlichen Zwischentreffen lernen Sie die anderen Stipendiaten(inn)en besser kennen und vernetzen sich.

Darüber hinaus  bietet Ihnen das Programm optionale Module an, auf die Sie sich bewerben können. Dazu zählen Ausschreibungen für besondere Fachtagungen und der Besuch der Horizonte-Vernetzungstreffen.

Die Teilnahme am Horizonte-Bildungsprogramm ist für alle Stipendiate(inn)en verpflichtend und selbstverständlich kostenfrei. Die Kosten für Anreise, Übernachtung und Verpflegung im Rahmen der Veranstaltungen werden von der Hertie-Stiftung übernommen.

Bestandteile der ideellen Förderung

In den drei Jahren der Stipendienzeit besuchen Sie insgesamt folgende Veranstaltungen:

Das Einführungsseminar findet für alle neu aufgenommenen Horizonte-Stipendiat(inn)en ein Mal zu Beginn des ersten Förderjahrs statt. In diesem Seminar lernen Sie die anderen Stipendiat(inn)en, die Bestandteile der dreijährigen Horizonte-Förderung und die Hertie-Bestandteile der ideellen Förderung besser kennen. Es beginnt am Freitagabend und dauert bis Samstagnachmittag.

Das Kernseminar ist eine Einführung in das Thema „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“. Im Fokus stehen neben den theoretischen Grundlagen vor allem der Austausch und die Reflektion der eigenen Erfahrungen und Herangehensweisen. Das Kernseminar dauert von Freitagabend bis Sonntagmittag und findet ein Mal zu Beginn der Förderung statt.

Zwei Mal pro Jahr finden die Lernwerkstätten statt. In diesen setzen Sie sich mit relevanten Themen rund um das pädagogische Wirkungsfeld einer Erzieherin bzw. eines Erziehers auseinander. Die Lernwerkstätten werden von externen Referent(inn)en geleitet und haben einen hohen Praxisbezug. Insgesamt besuchen Sie während Ihrer Stipendienzeit sechs Lernwerkstätten mit folgenden thematischen Schwerpunkten:

  • Zusammenarbeit mit Eltern
  • Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung
  • Belastung und Entlastung im Erzieherberuf
  • Partizipation in der Kita
  • Die Kita und ihr soziales Umfeld
  • Umgang mit Vielfalt in der pädagogischen Praxis

Die Veranstaltungen finden meist im Frühjahr (April/Mai) und im Herbst (Oktober/November) statt. Alle aktuellen Stipendiat(inn)en kommen für diese Treffen von Donnerstagabend bis Sonntagmittag gemeinsam in einer Tagungsstätte in Hessen oder Rheinland-Pfalz zusammen und übernachten auch vor Ort.

Das Zwischentreffen findet jedes Jahr zu Jahresbeginn statt und dauert in der Regel von Freitagabend bis Sonntagmittag. Dieses Treffen dient der Vernetzung und dem Teambuilding innerhalb der Stipendiatengruppe. Darüber hinaus können weitere Themen, die Sie besonders interessieren, bei diesem Treffen aufgegriffen und vertieft werden.

 

2. Finanzielle Förderung

Die finanzielle Unterstützung besteht aus zwei Teilen:

  1. Eine einmalige Unterstützung in Höhe von bis zu 750 € für eine PC-Ausstattung und
  2. das halbjährliche Bildungsgeld in Höhe von 550 €.

Die PC-Unterstützung ist für die Stipendiat(inn)en gedacht, die über keine eigene technische Ausstattung verfügen oder diese für ihr Studium sinnvoll ergänzen möchten. In den ersten sechs Stipendienmonaten können bis 750 € für z. B. Computer oder Laptop, Computer-Bildschirm, Maus, Tastatur, Drucker, Scanner, Standard-Software (z. B. MS Office) oder ein anderes, für die Ausbildung erforderliches Software-Programm beantragt werden.

Das Bildungsgeld in Höhe von 550 € wird über den gesamten Förderzeitraum von drei Jahren jeweils halbjährlich ausgezahlt. Es kann ausschließlich für Ausgaben rund um Ihre berufliche und/oder akademische Ausbildung, sowie für Ihre persönliche Weiterbildung außerhalb der Schule bzw. des Studiums ausgegeben werden.

Dazu zählen z. B. Ausgaben für: Schulgeld, Fachbücher und Lehrbücher, Arbeitsmaterial sowie Exkursionen bzw. Klassenfahrten. Auch selbst organisierte Weiterbildungen im Bereich der (früh)kindlichen Bildung oder Seminare zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sowie von relevanten Kompetenzen (z. B. Rhetorik, Konfliktmanagement etc.) können Sie damit finanzieren.